Artikel aus Rastatt today

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Jugend-Verein setzt sich für Gleichaltrige ein

Für ein „Recht auf Kindheit“

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Katzmarek übernimmt die Schirmherrschaft für den von Jugendlichen gegründeten und geleiteten Verein „Childhood for Children“. Unter dem Leitsatz „Jedes Kind hat das Recht auf eine Kindheit“ arbeiten die Mitglieder zu den Themen Sexualität und Familienplanung. Zusammen mit Jugendlichen aus Togo organisiert „Childhood for Children“ gemeinsam mit dem Durmersheimer Verein Hilfsaktion Togo/ Togoville e.V. Vorträge an Schulen vor Ort.

Ferner steht im Fokus, den Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, sich zu schützen. Daher ermöglicht der Verein mit Sitz in Rheinstetten nicht nur einen kostenlosen Zugang zu Kondomen, sondern auch zu einem Impfstoff gegen die vierthäufigste Todesursache, den Gebärmutterhalskrebs.

„Es ist beeindruckend, was die Jugendlichen bereits auf die Beine gestellt haben und mit welcher Leidenschaft sie die Arbeit anpacken“, lobt Gabriele Katzmarek.

Ein besonderes Augenmerk legt „Childhood for Children“ auf die persönliche Ansprache. „Die Alterskluft zwischen Vortragenden und Jugendlichen muss überwunden werden, denn niemand kann die Erlebniswelt eines Jugendlichen besser verstehen als ein Jugendlicher selbst“, erläutert der Vorsitzende des Vereins, Nikolas Karanikolas. Die Vorträge werden auf Augenhöhe von jungen Leuten mit Unterstützung von Experten aus dem Bereich Medizin gehalten.

https://ra-today.de/2018/06/13/fuer-ein-recht-auf-kindheit/


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Der Helfer

 

Nikolas Karanikolas möchte „einfach nur helfen“. Kein Wunder also, dass der 19-jährige Rheinstettener auch seine Homepage so genannt hat: Auf www.einfach-nur-helfen.de kann man beispielsweise erfahren, worauf es ihm im Leben ankommt: „Wer eine menschliche Welt erwünscht, darf seine eigene Fähigkeit, mit anderen mitzufühlen, nicht verkümmern lassen“, heißt es da, und weiter: „Aus mitfühlender Anteilnahme entsteht der Wunsch, durch Helfen das Leid des anderen zu verringern.“

Schon als Zehnjähriger half er

Nikolas Karanikolas hat schon als zehnjähriger Knirps damit begonnen, sich aktiv gegen Not und Armut zu engagieren. „An unserer Schule in Baden-Baden gab es ein Peru-Projekt. Jede Klasse machte mit, weil die Vorgängerklasse auch mitgemacht hatte.“ Irgendwann war ihm das aber zu anonym. „Ich sah auch keinen Bewusstseinswechsel bei den Spendern“, erinnert er sich. Also gründete er 2010 die Schülerinitiative „KidsproKids“ und organisierte als Sechstklässler eine „Schuhputzaktion“ in der Schule – am Tag der offenen Tür. „Damit machten wir konkret auf die Kinderarbeit aufmerksam.“ Das verdiente Geld ging selbstverständlich nach Peru.

Praktikum in Ghana

Auch später, als Nikolas als erfolgreicher Degenfechter aufs Sportinternat in Heidenheim wechselte, engagierte er sich unermüdlich, das Abi machte er in diesem Frühjahr an der Elisabeth-Selbert-Schule Karlsruhe.Inzwischen hat er sich an der Fernuniversität in Hagen als Jurastudent eingetragen. Fernuni deshalb, weil ihm so weiterhin Zeit für Projekte bleibt. Zum Beispiel in Ghana. „Dort konnte ich 2015 ein sechswöchiges Praktikum in einem Krankenhaus absolvieren“, erzählt er. Dort stellte er auch fest, dass es in dem afrikanischen Land unglaublich viele 14- bis 16-jährige Mädchen gibt, die ungewollt schwanger waren, weil es weder eine richtige Aufklärung noch Kondome gibt.

„Childhood for children“

„Damals entstand die Idee für das Projekt ‚Childhood for children‘ “, sagt Nikolas. Ab April möchte er mit anderen jungen Menschen zwei Monate lang durch Ghana reisen. „Wir halten Vorträge und verteilen Kondome“, sagt er. Viele der Referenten sind selbst noch sehr jung, vielleicht 18 Jahre alt. Doch nicht nur in Südamerika oder Afrika hat der junge Mann schon geholfen, sondern auch auf der kleinen griechischen Insel Leros im Ägäischen Meer, der Heimat seines Vaters. „Es gibt viele Flüchtlinge dort“, sagt Nikolas. „Ich habe beispielsweise mitgeholfen, ein altes Psychiatriegebäude in ein Kinderheim umzubauen. Außerdem haben wir mit Kindern die Insel erkundet oder ihnen Schwimmunterricht gegeben.“

Wer gewinnt den Preis?

Als Anerkennung für sein großes Engagement wurde Nikolas, der seit 2015 Vorsitzend des Karlsruher Jugendsozialvereins „Y-ESS“ ist, vor kurzem der Heinz-Kappes-Preis, eine Ehrung des Rotary-Clubs Karlsruhe-Fächerstadt, verliehen. Und als Preisträger dieses Preises wiederum war er nominiert für den Deutschen Engagementpreis, der am 5. Dezember in Berlin verliehen wird. Der mit 10 000 Euro dotierte Publikumspreis wird per online-vote vergeben. Abstimmen kann man vom 12. September bis zum 20. Oktober. „Sollte ich gewinnen, werde ich selbstverständlich das gesamte Preisgeld spenden“, sagt er. „So wie ich das auch mit anderen gewonnenen Geldern gemacht habe.“

 Info:

Der Deutsche Engagementpreis ist eine bundesweite Auszeichnung und der Dachpreis für freiwilliges Engagement, der am 5. Dezember in Berlin verliehen wird. Alle Ausrichter von Engagement- und Bürgerpreisen in Deutschland erhalten eine Einladung, ihre erstplatzierten Preisträger ins Rennen zu schicken. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich. Nachfolgend die Nominierten aus unserem Einzugsbereich.Der Deutsche Engagementpreis ist eine bundesweite Auszeichnung und der Dachpreis für freiwilliges Engagement, der am 5. Dezember in Berlin verliehen wird. Alle Ausrichter von Engagement- und Bürgerpreisen in Deutschland erhalten eine Einladung, ihre erstplatzierten Preisträger ins Rennen zu schicken. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich. 

https://bnn.de/lokales/karlsruhe/der-helfer


Verleihung Heinz-Kappes-Preis 2017

Nikolas Karanikolas ausgezeichnet Bürgermeister Karlsruhe
Gabriele Kellermann, Bürgermeister Lenz und Präsident Gerhard Büchele verliehen am 7. Juni 2017 den Preis im Rahmen eines Meetings an eine Gruppe und eine Einzelperson. Beide Preisträger teilen sich das Preisgeld zu gleichen Teilen.

Der erste Preisträger ist Nikolas Karanikolas, ein 18-jähriger junger Mann, der der Jury von seiner Familie bzw. seinen Geschwistern vorgeschlagen wurde. Nicht nur seine energiegeladene, jung-charismatische Art beeindruckte, sondern vielmehr seine bereits beachtliche soziale Vita. Begonnen hat er mit sozialen Projekten bereits in der 5. Klasse, half Flüchtlingskindern während seines Urlaubs in Griechenland, ging 6 Wochen nach Ghana in ein Krankenhaus, startete einen Luftballonwettbewerb Kids pro Kids im Jahr 2012 und ist
ehrenamtlich z.B. als Fechtlehrer tätig. Sein Ziel ist es, nach Abitur und Studium eines Tages bei den Ärzten ohne Grenzen tätig sein zu können. Wahrlich ein junger Mensch, den es zu unterstützen, aber auch bereits jetzt zu ehren gilt. 

Die zweiten Preisträger sind die Mitglieder aus der Gruppe „Sprechreiz“. Auch diese Gruppe betreibt ein Projekt, welches unterstützenswert ist. Als Projektgruppe innerhalb des Enactus KIT-Vereins hat sich die Gruppe als Ziel gesetzt, Hauptschülern ihre Chancen aufzuzeigen und ihre Potentiale nutzbar zu machen. Im Dezember 17 fand der mit dem Preisgeld mit finanzierte Poetry Slam statt Impressionen
 finden Sie hier.

Die Kompetenz, die jeder Mensch, gleich welchen Bildungsstands, mit sich bringt, ist seine Stimme. „Sprechreiz“ nutzt dabei die Macht der Poesie in Form von Poetry Slam, einer modernen Art des Textschreibens und Vortragens. Ziel hierbei ist es, die sozialen Kompetenzen, dadurch die Persönlichkeit zu
stärken und hieraus die beruflichen Chancen zu erhöhen. In 4 Workshops à 90 Minuten, in denen durch professionelle Coaches die Schüler angeleitet werden, wird die Basis gelegt.

Mehrere Schulen, für die das Projekt im Übrigen komplett kostenfrei ist, nehmen gleichzeitig teil. Zum Abschluss gibt es einen Live-Act in einer Karlsruher Location, dem eigentlichen Poetry Slam, in dem zum Schluss ein Gewinner gekürt wird. Erstaunlicherweise kommen i.d.R. aus jedem Workshop 3 bis 4 Teilnehmer, manchmal spontan während der Auftritte. Oft sind gerade die „Klassenchaoten“ jene, die die tiefgängisten und spannendsten Texte liefern. Um kostenfrei sein zu können, bedarf das Projekt einer finanziellen Unterstützung. Die berufliche Unterstützung aus diesem Projekt heraus ergibt sich demnach auch daraus, dass die Sponsoren nicht nur ihre Werbung platzieren können sondern vielmehr auch zum Poetry Slam eingeladen werden, wo sie so in direkten Kontakt zu potenziellen Bewerbern treten können. Sicherlich genauso unterstützenswert.

http://www.heinz-kappes-preis.de/